Digitale Stadtführung - Gehen Sie auf Entdeckungsreise
Minden auf eigene Faust erkunden und dabei tief in die Geschichte, Kultur und Geheimnisse dieser besonderen Stadt eintauchen – genau das bietet Ihnen unsere digitale Stadtführung. Mit nur wenigen Klicks können Sie Minden ganz nach Ihrem eigenen Tempo entdecken. An den wichtigsten Stationen warten spannende Podcasts, informative Texte und Bilder darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Ganz gleich, ob Sie in den historischen Altstadtgassen flanieren oder sich für die Geschichten der beeindruckenden Bauwerke interessieren – diese digitale Stadtführung gibt Ihnen die Freiheit, Minden in Ihrem ganz persönlichen Rhythmus zu erleben. Gehen Sie auf Entdeckungstour und lassen Sie sich von den Geschichten der Stadt verzaubern, wann und wo immer Sie wollen! Alternativ können Sie sich auch von Komoot navigieren lassen.
Willkommen in Minden, der Stadt mit dem Plus an Geschichte, Kultur, Freizeit, Handel und Wirtschaft. Hier in der Weserstadt hat Karl der Große vor mehr als 1200 Jahren seine Spuren hinterlassen, werden Wagner-Opern neu in Szene gesetzt, fließt grünes Blut in den Adern der Sportler, laden alteingesessene Familienunternehmen zum Einkaufen ein und werden Trends in modernsten Technologien gesetzt.
Mit unserem mobilen Stadtführer laden wir Sie ein, bei einem Rundgang die historische Innenstadt mit all ihren Pluspunkten zu entdecken
Sie möchten weitere Informationen haben? Dann besuchen Sie uns in der Tourist-Information der Minden Marketing GmbH in der Domstraße 2. Hier stehen wir Ihnen montags bis freitags von 9:00 bis 18:00 Uhr und samstags von 10:00 bis 14:00 Uhr persönlich für individuelle Beratungen zur Verfügung. Im Eingangsbereich finden Sie zu jeder Zeit umfangreiche touristische Informationen zum Mitnehmen.
Damit Sie all diese Angebote komfortabel auf Ihrem Smartphone genießen können, bieten wir Ihnen das freie Minden-WLAN. Wählen Sie einfach in den Einstellungen das Minden-WLAN aus und surfen Sie los.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Doch jetzt möchten wir Sie erst einmal auf eine kleine Entdeckungsreise durch das historische Minden mitnehmen – erleben Sie unsere Pluspunkte.
In der Tourist-Information halten wir für Sie Infomaterial bereit, welches Ihnen einen individuellen Rundgang durch die historische Innenstadt ermöglicht und mit dem Sie weitere Pluspunkte Mindens auf eigene Faust entdecken können.
Die mehr als 1200-jährige, wechselvolle Geschichte als Bischofssitz und Hansestadt, später als Regierung und Garnison hat Spuren hinterlassen, die noch heute im Mindener Stadtbild sichtbar sind. Ob Bürgerhaus oder Brücke, Kirche, monumentaler Militärbau der Preußenzeit oder Reste der Stadtmauer, Scheune oder Straßenbahnschienen – alle diese Denkmäler erzählen von unterschiedlichen Epochen der Stadtgeschichte.
Digitale Altstadt-Route Mindens
Entdecken Sie Minden in Ihrem eigenen Tempo - mit der digitalen Altstadtroute. Einfach Startpunkt wählen und loslaufen. Über das Smartphone erhalten Sie bei Ihrem Gang durch Minden allerlei Informationen zu Geschichte, Gebäude und Menschen. Für weiteres Infomaterial besuchen Sie uns gerne in unserer Tourist-Info. Dort warten weiteres Material auf Sie. Mit Klick auf den Stadtplan oder den Download Button erhalten Sie diesen als pdf zum Download. Neben der Altstadt- und Weserroute hält der Plan auch Sehenswürdigkeiten, Hotels und weitere Unterkünfte für Sie bereit.
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Sie wandeln gerade auf den Spuren von Karl dem Großen, der der Legende nach im Jahre 798 gemeinsam mit dem Sachsenherzog Widukind der Stadt Minden ihren Namen gegeben hat. Doch davon später mehr.
Karl der Große war es, der 799 an diesem Ort auch das Bistum Minden gründete. Nur wenig später entstand hier der erste Dom als einfache Saalkirche an diesem ursprünglichen Siedlungskern unweit der Weser. Aus der Saalkirche wurde ein Gotteshaus mit dreischiffigem Langhaus, einem Querhaus und einem Chor mit Krypta. Im 10. Jahrhundert entstand das zentrale Westwerk.
1062 dann der verheerende Stadtbrand, der auch den Dom zerstörte. Doch schon neun Jahre später war er wieder hergerichtet.
Im 12. Jahrhundert entstand der Westbau mit seinem Mittelteil, der über die Seitentürme erhöht wurde. Die gotische Halle mit ihren reichen Maßwerkfenstern kam ein Jahrhundert später hinzu. So präsentiert sich der Dom auch heute noch weitgehend.
Die Domimmunität mit ihrem Kloster südlich des Doms, dem Bischofspalast auf der Nordseite und den Wirtschaftsgebäuden war prägend – und wer hier lebte, zahlte keine Steuern. Umgeben war das Quartier von einer Mauer. Das Bronzemodell auf dem Kleinen Domhof links neben dem Westwerk des Domes gibt einen Einblick in die Siedlungsstruktur im Mittelalter.
Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs, im März 1945, wurden weite Teile der Innenstadt, darunter der Dom, nahezu völlig zerstört. Ab 1948 wurde das Kirchengebäude nach den Plänen des Charlottenburger Architekten Werner March wiedererrichtet und 1957 geweiht. Marchs bekanntestes Bauwerk ist das Berliner Olympiastadion.

1260 setzten die Bürger Mindens am Rande der Domimmunität ein Zeichen. Sie errichteten das erste Rathaus als repräsentativen Steinbau mit Laube und Kellergewölbe. Damit demonstrierte die Bürgerschaft ihre Eigenständigkeit gegenüber den geistlichen Stadtherren.
In der Rathauslaube wurde Recht gesprochen. Fernhändler kauften hier ihre Waren.
In den folgenden sechs Jahrhunderten veränderte das Rathaus sein Gesicht. Im 18. Jahrhundert kam ein Uhrturm hinzu, der bis zum Zweiten Weltkrieg das Gebäude prägte. Dann fielen die Bomben und das Rathaus wurde bis auf die gotische Laube und Gewölbekeller zerstört. Zwischen 1951 und 1957 wurde das Gebäude nach Plänen von Werner March in vereinfachter Form mit dem Treppengiebel zum Scharn hin wieder aufgebaut. Heute beherbergt das historische Rathaus vor allem Repräsentationsräume wie den Kleinen und Großen Rathaussaal. Die eigentliche Verwaltung sitzt im angebauten neuen Rathaus, das Ende der 1970er-Jahre nach Entwürfen des Münsteraner Architekten Harald Deilmann entstand.

Es wirkt älter als es eigentlich ist. 1909 errichtete der Kaufmann Hermann Schmieding dieses Haus mit seiner malerischen Fachwerkfassade. Es ist ein typisches Beispiel für die historisierende Baukunst des zu Ende gehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Baustile vergangener Epochen spiegeln sich hier wider.
Hier ist es die nordische Renaissance, auf die durch die Fachwerkgliederung, den vorragenden Erker und das sehr steile Dach Bezug genommen wird. Auch die reichen Pflanzenornamente weisen auf die Renaissance zurück, zeigen aber gleichzeitig deutliche Jugendstileinflüsse.
Über dem Erdgeschoss zeigt ein Fries in Form von Scherenschnitten Bilder aus der Mindener Geschichte:
- Widukinds Taufe bei Minden 785
- die Hochzeit Heinrich des Löwen mit der englischen Königstochter Mathilde im Mindener Dom 1168
- der Besuch Kaiser Karls IV. 1377
- die Reformation 1529
- die Belagerung der Stadt durch die Schweden 1633
- der Besuch des Großen Kurfürsten 1673
- eine „preußische“ Ballszene von 1780
- die französische Zeit 1806
- die Eröffnung der Köln-Mindener Eisenbahn 1847
und die „moderne“ Zeit mit Auto, Rad und Zeppelin 1909.
Angelehnt ist die Gestaltung der Hausfassade an das Knochenhaueramtshaus in Hildesheim.
Einer von Mindens ganz besonderen Pluspunkten ist die bekannte Gründungslegende um Karl und Widukind, die der Stadt den Namen "Minden" eingebracht haben soll: Im 8. Jahrhundert kämpften die heidnischen Sachsen gegen die Eroberung und die Christianisierung des Frankenkönigs Karl der Große. Auf dem Wiehengebirge bekehrte sich Sachsenherzog Widukind anlässlich eines Quellwunders zum Christentum. In seiner Burg am Weserufer kam es zum Friedensschluss. „Diese Burg soll nun ‚min und din‘ (mein und dein) sein“, bot Widukind an, worauf Karl der Große erwiderte: „So trage sie auch den Namen Min-din.“ So entstand der Name "Minden".
Regelmäßig um 09:30 Uhr, 12:30 Uhr, 15:30 Uhr und 19:30 Uhr erinnert das Figurenspiel „min+din“ am Haus Schmieding an diese Legende.

Schon 1625 wurde hier eine Apotheke betrieben. Es war die zweite in Minden. Die kurfürstlich-brandenburgische Regierung bestätigte 1661 das Apotheken-Privileg, das mit dem Haus verbunden war. Das 1831 erweiterte Giebelhaus wurde 1899 umgebaut. Die aufwendige Klinkerfassade in Formen der norddeutschen Backsteingotik und die Apothekenausstattung gestaltete der aus Hannover stammende Architekt August Kelpe.
Das über einen kleinen Hof erreichbare Hinterhaus ist direkt an der Stützmauer zur Oberen Altstadt errichtet.
Das heutige Gebäude, das einen mittelalterlichen Vorgänger hatte, entstand Ende des 17. Jhs. und wurde als Lager und Laboratorium für den Apothekenbetrieb genutzt.

Das „Kaufhaus“ gehörte vom 13. bis zum 17. Jahrhundert vermutlich dem Kaufmannsamt, das häufig als Vorläufer des Rathauses gesehen wird. Hier wurden Tuche und Wein gehandelt und fanden Sitzungen des Vierziger Rates, dem Vorläufer des Stadtrates, statt. Das Gebäude nahm die gesamte Parzelle bis hin zur Stützmauer vor der Geländeterrasse zur Oberstadt ein.
1711 wurde es in ein Vorder- und Hinterhaus mit dazwischenliegendem Hof geteilt. Ab 1733 war das Gebäude Sitz der Landstände als „Landschaftshaus“.
1803 wurden Weinhändler die neuen Eigentümer und veranlassten grundlegende Umbauten für ihre Zwecke. Die heute erhaltene Sandsteinfassade in neubarocken Formen wurde 1900 nach Plänen des aus Hannover stammenden Architekten August Kelpe errichtet.

Hinter den Bürgerhäusern an der Westseite des Marktes verbergen sich im Anschluss an einen Hof eine Reihe bemerkenswerter Speicherhäuser. Sie sind bis zu 500 Jahre alt und überwiegend in Fachwerk ausgeführt. Die Speicher reichen bis zu einer Höhe von bis zu fünf Geschossen.
Die Lagerhäuser wurden an die Stützmauer vor der Geländestufe zur Oberstadt angelehnt. Diese Mauer, die sich von der Marienkirche im Norden bis hin zur Simeoniskirche im Süden zieht, wurde im 13. bis 15. Jahrhundert errichtet. Vom Martinikirchhof sind die obersten Geschosse der Speicherhäuser Opferstraße 8 (Mitte 15. Jahrhundert) und Martinikirchhof 2 (Ende 15. Jh.) zugänglich.

Ein weiterer Pluspunkt ist der besondere städtebauliche Reiz Mindens, der von der Trennung in eine Unter- und eine Oberstadt ausgeht, die stellenweise von einer bis zu sieben Meter hohen Mauer gestützt wird. Die Martinitreppe bietet dem Fußgänger die Möglichkeit, den erheblichen Höhenunterschied zu überwinden. Die ursprüngliche Treppe war nur wenige Meter breit und ist inzwischen zu einer bequemen Verbindung ausgebaut und gestaltet worden.
Wenn Sie das obere Plateau erreicht haben, dann sagen Sie doch einmal der Mindener Symbolfigur, dem „Buttjer“ guten Tag, die hier als Bronzeskulptur steht. Er ist Mindens charmantes Plus an Historie und Sprachkultur. „Buttjer“ war eine Bezeichnung für die Bewohner der Oberen Altstadt, die auch ein Wohngebiet der Sinti war. Hier und auch in der Mindener Fischerstadt wurde zum Teil die Buttjer-Sprache gesprochen, die schon um 1850 erstmals erwähnt wird und aus heutiger Erkenntnis rund 900 Worte umfasste.
Schauen Sie doch einmal auf Ihre Uhr. Was schmust die Osnik, fragt der Buttjer. Wie spät ist es?

Wir heißen Sie in Preußen willkommen. Denn das Proviantmagazin ist ein typischer Bau der Preußen-Zeit. Das vierstöckige, neo-romanische Gebäude (von den Mindenern auch Körnermagazin genannt) wurde 1835 als Teil der Festung Minden errichtet und umfasst eine Fläche von 3.360 Quadratmetern. Das Dachgeschoss ist mit einer Bombenbalkendecke sowie einem Schneeboden ausgestattet. Die Außenwände sind mit Porta-Sandstein verblendet.
Gemeinsam mit der benachbarten Heeresbäckerei diente das Gebäude der Sicherstellung der Bevorratung der Preußischen Armee innerhalb der Festungsmauern. In den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude von deutschen Truppen angesteckt, als sie das linke Weserufer räumten. Das Proviantmagazin brannte völlig aus und war 30 Jahre lang eine Ruine, ehe es saniert wurde und seither eine Schule für den Zweiten Bildungsweg, das Weser-Kolleg, beherbergt.

1832 aus Stein erbaut diente die Heeresbäckerei bis zu ihrer Zerstörung durch deutsche Truppen Ende des Zweiten Weltkriegs ihrem ursprünglichen Zweck. Die Versorgung des preußischen Militärs in der Festung war von besonderer Bedeutung, daher befanden sich die Bäckerei und das benachbarte Getreidemagazin mitten in der Stadt.
Gleich hinter der Heeresbäckerei liegt die Synagoge der Jüdischen Kultusgemeinde Minden und Umgebung. Die heutige Synagoge wurde 1958 neben dem Grundstück der 1938 während der Novemberpogrome zerstörten ehemaligen Synagoge aus dem Jahr 1865 erbaut. Damit war Minden eine der ersten Städte in Deutschland, in denen nach dem Zweiten Weltkrieg wieder eine Synagoge eingeweiht wurde.

Die um 1260 als dreigeschossiger Sandsteinquaderbau errichtete Alte Münze gilt als eines der ältesten Steinhäuser in Westfalen und ist weit über Minden hinaus bedeutend. Die ursprüngliche Nutzung des Gebäudes, das wohl das Haupthaus eines größeren, herrschaftlichen Anwesens war, ist bislang nicht genau bekannt. Quellen des 16. Jahrhunderts sprechen vom Haus des Münzmeisters.
Die beiden Schaufronten zur Brüder- und Kampstraße hin sind mit Maßwerkfenstern aus der Erbauungszeit versehen. Sie wurden 1926/28 freigelegt und teilweise rekonstruiert. Bei grundlegenden Umbauten zu Beginn des 17. Jahrhunderts erhielt das Gebäude einen Standerker mit dahinterliegender Stube und einen Torbogen mit Weserrenaissanceformen.

Sie ist fast 1000 Jahre alt, die Kirche St. Martini. Die Gründung fällt in die Regierungszeit des Bischofs Sigebert, der im Chor der Kirche beerdigt ist, und ist eng verknüpft mit dem Kollegiatsstift St. Martini. Das Stift war reich ausgestattet mit Gütern, die bis nach Hildesheim reichten.
Mit Beginn der Reformation kam es zwischen dem Stift und der Stadt zum Bruch, als die Bürger die Öffnung der Pfarrkirchen für die neue Lehre Luthers erzwangen. Zu Weihnachten 1529 predigte der Reformator Nikolaus Krage zum ersten Mal in St. Martini. Auch an dieser Stelle ist also einer von Mindens zahlreichen Pluspunkten zu finden: ein Plus an bedeutender Geschichte. Am 13. Februar 1530 wurde hier die von Krage verfasste evangelische Kirchenordnung verlesen, die von Rat und Gemeinde einstimmig angenommen wurde. Diese evangelische Kirchenordnung war verbindlich für alle Bürger der Stadt und die erste Kirchenordnung in Westfalen.
Die Martinikirche war damit im Gegensatz zum katholischen Dom zur evangelischen Ratskirche geworden. Das Martinistift blieb weiterhin katholisch – allerdings mit wirtschaftlichen Einbußen. Die Aufhebung des Stifts erfolgte erst 1810 durch das Königreich Westphalen. Seither ist die Kirche evangelische Pfarrkirche.

Ein wenig windschief fällt es sofort ins Auge: das Windloch. Das Fachwerkhaus wurde Ende des 15. Jahrhunderts in direkter Nachbarschaft zur St. Martinikirche auf dem Gelände des Stiftes errichtet. Hier wohnte seit dem 17. Jahrhundert der Stadtmusikus. Zu seinen Aufgaben gehörten Wächter- und Türmerdienste und das Spielen im Gottesdienst. Neben dem Wohnhaus wurde 1648 die kleine Scheune, das eigentliche „Windloch“, erbaut. Es ist ein typisches Lagergebäude, von denen es viele in der Stadt gab.
Durch seine einzigartige Form und Größe ist das „Haus Windloch“ in ganz Minden bekannt und macht in Minden das Plus an Baukultur und –geschichte aus. Ein absoluter Tipp, besonders auch für Hobby-Fotografen.

Die Geschichte der Stadt Minden ist auch die Geschichte der Hanse, der die Weserstadt seit dem 13. Jahrhundert angehörte. Das schlägt sich auch in einigen Gebäuden in der Innenstadt nieder.
Bürgermeister Rudolf Vogt ließ 1547 das Backsteingiebelhaus auf dem Gelände des Martinistifts errichten. Das sogenannte „Hansehaus“ wurde 1628 durch einen Renaissanceanbau und einen Erker ergänzt. Oft waren in diesen Häusern nur ein oder zwei Stockwerke bewohnt. Die Obergeschosse dienten der Lagerung von Handelsware oder Getreide. Mit dem Pferdewagen konnte man durch das große Tor in die Diele fahren, von wo die Waren mit dem Flaschenzug nach oben befördert wurden.
Vor 1900 hatte man die Giebelstaffeln des Hansehauses entfernt und das Gebäude verputzt. Eine Bürgerinitiative ermöglichte Anfang der 1970er-Jahre die Restaurierung. Damit konnte der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt werden. Das Haus wird heute als letztes Beispiel der in Minden ehemals zahlreichen Backsteinbürgerhäuser mit Staffelgiebel gesehen.

Sie sind in Mindens schmucken "Wohnzimmer" angekommen. Vor Ihnen liegt die Museumszeile. Mindens Geschichte als besonderer Pluspunkt der Stadt ist Ihnen an einigen Stationen des Rundgangs sicherlich bereits aufgefallen. Im Mindener Museum können Sie zahlreiche Epochen der Stadtgeschichte und interessante Sonderausstellungen entdecken und hautnah erleben.
Die Museumszeile besteht aus sechs Bürgerhäusern aus der Zeit der Weserrenaissance. Mit dem Begriff Weserrenaissance wird ein Baustil beschrieben, der im 16. und 17. Jahrhunderts entlang der Weser verbreitet war. Die Museumszeile in der malerischen „Oberen Altstadt“ Mindens ist mit ihren markanten Fassaden das Markenzeichen des Mindener Museums und eines der beliebtesten Fotomotive der Stadt. Sie bietet außen und innen zahlreiche Überraschungen: Stuckornamente, Steinreliefs, Kamine oder ein Hebewerk aus dem 16. Jh. und zahlreiche Spuren ehemaliger Bewohnerinnen und Bewohner machen die Museumszeile zum wichtigsten Exponat.
Die sechs Dielenhäuser mit ihren Stubeneinbauten sind mit charakteristischer Bauzier als Ausluchten (Utluchten) ausgebaut und mit Torbögen sowie Fenstergewänden versehen. Sie vermitteln das Bild einer typischen Häuserzeile der Zeit nach 1600. Aus diesem Grund bietet die „Obere Altstadt“ einen einzigartigen Schauplatz für historische Inszenierungen im Rahmen von verschiedenen Reenactment-Veranstaltungen. Minden als historische Bühne - ein weiterer einmaliger Pluspunkt Mindens.
Im Jahre 1912 wurde das Mindener Museum im Haus Ritterstraße 23 gegründet und im Laufe der Jahre durch Zukauf der Nachbarhäuser erweitert. Nach der weltweiten Finanzkrise in den Jahren 2008/2009 konnte die Museumszeile mit Fördermitteln umfangreich saniert werden. Seitdem arbeitet das Museumsteam Schritt für Schritt an einer neuen stadtgeschichtlichen Dauerausstellung.

Wobbecke Clare, die Witwe des Großkaufmanns und Bürgermeisters Thomas von Campen, ließ 1594 eines der prächtigsten Bürgerhäuser der Stadt fertigstellen.
Das Gebäude reicht bis zur Stützmauer vor der Geländestufe zur Oberen Altstadt. Die aufwendige Werksteinfassade aus Obernkirchener Sandstein mit Säulengliederung und Figurenschmuck auf den Giebelstaffeln gilt als das wichtigste Werk der Weserrenaissance in Minden. Es ist möglicherweise eine Arbeit des Bildhauers Johann Robyn aus Ypern in Flandern, der auch den Eingang des Schlosses in Detmold fertigte. Ein Fries mit der Darstellung der „Sieben guten Helden“ zierte ursprünglich einen Erker des Nebengebäudes und ist heute im Innern der Galerie Hagemeyer ausgestellt.
Seit der Mitte des 17. Jahrhunderts befand sich hier die Stadtwaage und das Aczisehaus, das spätere Land- und Stadtgericht, bis das Gebäude 1859 wieder in Privatbesitz gelangte. 1933 erwarb der Kaufmann Hermann Hagemeyer den Bau. Für die Nutzung als Kaufhaus wurde es bis in die Gegenwart immer wieder umgebaut und erweitert. Die zweifarbige Fassung der Fassade geht auf einen Entwurf von 1977 zurück.
2009 ließen die Inhaberfamilien das Haus Hagemeyer zu einem der modernsten Textilhäuser in Deutschland umbauen. Seither gilt es als Maßstab für moderne Bekleidungshäuser.
Für Minden das Plus an Einkaufsspaß. Shoppen können Sie in der Innenstadt von der Bäckerstraße über den Scharn und den Marktplatz bis hin zur Obermarktstraße und in den vielen kleinen Gassen. Die Angebote sind vielfältig…

Die St. Marienkirche ist eine "Offene Kirche" und montags bis sonntags von 9.00 – 16.00 Uhr zu besuchen und zu besichtigen.
Die Geschichte der Marienkirche und des Stiftsgebäudes beginnt 993 mit der Gründung eines Benediktinerinnenklosters auf dem Wiehengebirgskamm. Als ca. 1000 n.Chr. die Benediktinerinnen ihr Kloster vom Wittekindsberg an den heutigen Marienkirchplatz verlegten, fanden sie dort bereits ein Gehöft mit einer kleinen Kirche vor.
An dieser Stelle errichteten sie ein Klostergebäude, von dem der südliche Teil des Kreuzgangs erhalten ist. Wahrscheinlich im 14. Jahrhundert wurde das Marienkloster in ein freiweltliches Damenstift umgewandelt.
Nach der Säkularisierung 1811 dienten die Räumlichkeiten des Klosters militärischen Zwecken. 1922 kaufte die Gemeinde das Stift zurück. Bis 1975 diente es überwiegend als Wohnanlage für kirchliche Mitarbeiter. Nachdem große Teile Kirche und des Marienstifts 1945 im Krieg zerstört wurden, begann man ab 1973 mit einer grundlegenden Renovierung der Bauten und Gebäude unter Beibehaltung der ältesten Gebäudeteile (1000 n.Chr.). Es wurde u.a. ein Gemeindezentrum gebaut und 1975 eingeweiht.
Seither dient das Marienstift als Treffpunkt für unterschiedliche Gemeindegruppen. Wie z.B. die verschiedenen Chöre und Singschulen, die Jugendkantorei, die Kantorei, die Trommelgruppe und viele andere.

Um 1590 wurde die Fassade eines der bedeutendsten Bürgerhäuser Mindens, das im Kern älter ist, vollendet. Die aufwendige Werksteinfassade der Weserrenaissance mit Giebelschmuck aus Figuren und Voluten (Schneckenformen) entstand in mehreren Bauphasen.
Die unteren Geschosse wurden im 18. Jahrhundert in Form des Bremer Rokoko verändert. Die beiden in dieser Zeit angefügten Standerker aus Sandstein wurden 1952 bei einer Sanierung des Gebäudes aus verkehrstechnischen Gründen beseitigt. Bei Restaurierungsarbeiten im Jahr 1990 erhielt die Fassade eine farbige Fassung, wie sie vermutlich ursprünglich vorhanden war.
Im 19. Jahrhundert wohnte hier der Mindener Kaufmann und Altertumsforscher Ernst Friedrich Mooyer. Wegen seiner renommierten Forschungsarbeit war Mooyer Ehrenmitglied in 20 deutschen und sieben internationalen Geschichts- und Altertumsvereinen.

Um 1200 gründeten Bischof Dietmar von Stromberg (1185-1206) und Domherr Ramward das Kollegiatsstift St. Johannis Evangelista. Die romanische Gewölbebasilika wurde durch Abbruch der Seitenschiffe und der Querhausflügel Ende des 18. Jahrhunderts zu einem gestreckten Saalbau verändert. Die preußische Armee beschlagnahmte die Kirche als Getreidemagazin. Gottesdienste fanden jedoch weiterhin in der Apsis statt. 1824 wurde die säkularisierte Kirche zum Landwehrzeughaus umgebaut.
Nach der Zerstörung des Domes 1945 war die Johanniskirche vorübergehend Notkirche für die Domgemeinde. Seit 1981 ist das Bürgerzentrum Johanniskirchhof (BÜZ) in dem Gebäude untergebracht. Ein Plus an Kultur für Minden. Regelmäßige Veranstaltungen, Flohmärkte, Märkte und Ausstellungen locken zahlreiche Besucher und Gäste in das Areal.

Das Gebäude wurde um 1520 als Kurie des Johannisstiftes errichtet. Das große Haus mit massivem Erd- und Fachwerkobergeschoss unterscheidet sich in Größe und Form deutlich von anderen Bürgerhäusern dieser Zeit. Nach 1660 wurde es zunächst von hohen Regierungsbeamten genutzt und gelangte dann in Privatbesitz.
Ende des 18. Jahrhunderts erhielt das Gebäude vor dem Westgiebel einen schmalen Anbau. Über dessen Erdgeschossfenstern sind zwei Wappensteine der Familie von Amelunxen eingebaut, deren Zusammenhang mit dem Gebäude allerdings bis heute unklar ist.

Das stattliche Haus wurde 1561 als Kuriengebäude des Johannisstiftes errichtet. Hier lebte der Kämmerer von St. Johannis. Später der Stadtsekretär.
1893 übernahm der Schlosser Julius Voss das Haus und baute es für seinen Betrieb um. Aus dieser Zeit stammt die Haustür mit reichen Kunstschmiedearbeiten in Renaissanceformen. Julius Voss galt bis weit ins 20. Jahrhundert hinein als ein Mindener Original.
Bei Sanierungsmaßnahmen in den Jahren 1989/1990 blieben die Umfassungsmauern des Gebäudes mit Sockelgeschoss aus Bruchsteinmauerwerk und Fachwerkobergeschoss erhalten. 1991 zog der lokale Hörfunksender Radio Westfalica ein, der die ehemalige Diele mit ihrer großen Einfahrt als gläsernes Studio nutzt. Mindens Plus an lokalen Nachrichten, Stories und Berichten.
An der Schaufront des Hauses zum Johanniskirchhof ist in Latein ein Vers des griechischen Dichters Hesiod in den Schwellbalken geschnitten: „Suche dir vor allem ein Haus, eine Gefährtin und ein Zugtier zu gewinnen. Alles gibt der Herr, er hat darum nicht weniger.“
Die „Tränke“ ist einer der vielen Stadteingänge in die Mindener City. Der angrenzende Parkplatz „Schlagde“ und die Unterführung für Radfahrer und Fußgänger bietet Besuchern, (Tages-) Gästen sowie alle Mindenerinnen und Mindenern einen schnellen Zugang zur Bäckerstraße und der gesamten Innenstadt. Mit Blick auf die Mindener Fischerstadt und Ihren vielen kleinen und historischen Häusern bietet Ihnen dieser Platz einen perfekten Start in Ihren Minden-Besuch.
Entdecken Sie Mindens einzigartige Seiten und vielfältigen Pluspunkte.

Sie gilt als das einzige Korn verarbeitende schwimmende Mahlwerk auf einem Fluss in Westeuropa: die Schiffmühle Minden und ein weiterer absoluter und einmaliger Pluspunkt an Geschichte und Kultur. Die Rekonstruktion einer Schiffmühle aus dem 18. Jahrhundert ist Museum und Bühne gleichermaßen. Von Ende März bis Mitte Oktober können Besucher hier die Schiffmüller beim Korn mahlen beobachten oder auch selbst ein Müllerdiplom erwerben. Lesungen, Konzerte und kleine Bühnenstücke runden das Angebot ab.
Der Nachweis von Schiffmühlen auf der Weser bei Minden geht bis in das 13. Jahrhundert zurück. Bis zu zwölf schwimmende Mahlwerke gleichzeitig sollen zeitweise auf dem Fluss im Schutz der Stadtmauer vor Anker gelegen haben. Doch die geringe Wirtschaftlichkeit der Schiffmühlen bedeutete im 18. Jahrhundert ihr Ende.
Zurück geht die Geschichte der Schiffmühle auf das 6. Jahrhundert. Damals belagerten die Ostgoten Rom und trockneten die Bäche aus, die die Wassermühlen der Stadt versorgten, um so die Stadt auszuhungern. Ein römischer Feldherr hatte die Idee und ließ auf dem Tiber Wasserrad und Mahlwerk einer Wassermühle zwischen zwei Schiffskörper spannen. Die Schiffmühle war erfunden.
Mehr Pluspunkte der Stadt entdecken

Weser-Route
Sie möchten ein bisschen entspannen? Dann nehmen Sie diese Route entlang der Weser und durch das grüne Glacis. Vielleicht entscheiden Sie sich ja auch spontan zu einer Rundfahrt mit einem Schiff der Mindener Fahrgastschiffahrt.

Stadt- und Themenführungen
Tauchen Sie ein in die reiche Geschichte, das pulsierende Leben und die versteckten Juwelen unserer charmanten Stadt an der Weser. Unsere erfahrenen und leidenschaftlichen Stadtführer*innen führen Sie durch die verwinkelten Gassen, enthüllen Geschichten vergangener Epochen und lassen Sie die Seele dieser Stadt hautnah spüren.

Minden auf eigene Faust
Möchten Sie Minden auf eigene Faust erkunden? Unsere beliebtesten Rundgänge bieten Ihnen die Möglichkeit, die schönsten Ecken der Stadt ganz individuell zu entdecken. Sowohl die Altstadt- als auch die Weser-Route finden Sie in unserem Stadtplan, aber auch in digitaler Form bei Komoot.

Eine Stunde raus
"Eine Stunde raus" beschreibt Spaziergänge mit einer Länge von 3 bis 5 km. Die Strecken sind so ausgewählt, dass weder besonderes Schuhwerk, noch besondere Erfahrung benötigt werden. Einfach Route auswählen und los geht´ s!

Komoot
Ob "Eine Stunde raus", "Sternrouten" oder unsere beliebte "Altstadt-Route" und "Weser-Route" - alle finden Sie bei Komoot zur direkten Navigation. Erleben Sie Minden auf eigene Faust und teilen Sie Ihre Erlebnisse mit anderen.

Digitales Minden
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Standort und Ausgangspunkt
Ermitteln Sie mithilfe der Standortfreigabe und Google Maps Ihren aktuellen Standort und beginnen Sie mit dem Rundgang. Sie können einen individuellen Startpunkt wählen und Informationen zu den jeweiligen Gebäuden und Orten abrufen. Als Startpunkt empfehlen wir den kleinen Domhof, um einen schönen Rundgang durch Minden zu erleben - Zeit spielt dabei keine Rolle, denn Sie bestimmen das Tempo.